Wie Sie einen Screenshot (Bildschirmfoto) erstellen

Schnell und einfach einen Screenshot (Bildschirmfoto) erstellen.

Unter dem Motto “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte” ist es oftmals sehr hilfreich, einen Bereich oder ein einzelnes Fenster als Bild festzuhalten. Sei es, weil Sie vielleicht jemanden ein bestimmtes Ereignis aufzeigen wollen (Thema Support) oder um etwas zu dokumentieren.

Auch ich versuche immer wieder, meine Beiträge soweit es geht mit Screenshots anzureichern und damit zu untermalen.

Doch wie kann man am Besten ein Bildschirmfoto erstellen und womit? In diesem Beitrag möchte ich Ihnen 3 Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie einen Screenshot erstellen. Außerdem möchte ich Ihnen in diesem Zusammenhang noch eine wahre Geschichte dazu erzählen.

Eine wahre Geschichte aus meinem Berufsleben

Als ich seinerzeit in einer Internetagentur als Webentwickler gearbeitet habe (was mittlerweile auch schon wieder 10 Jahre her ist), hatte ich mal einen Kunden mit einem kleinen technischen Problem. An und für sich nichts ungewöhnliches, doch lesen Sie weiter…

Jedenfalls konnte er mir am Telefon nicht so recht schildern, was da genau vor sich geht. Darum habe ich ihn gebeten, mir ein Bildschirmfoto der Fehlermeldungen zukommen zu lassen. “Kein Problem” meinte er und ich wartete gespannt auf seine E-Mail…

Drei Tage später kam dann ein Umschlag mit der Post. Enthalten waren zahlreiche Polaroid-Fotos vom Monitor des Kunden mit den darauf angezeigten Fehlermeldungen. Offenbar hatte er wohl den Begriff “Bildschirmfoto” etwas zu wörtlich genommen ;-)

Aber egal! Ich konnte ihm darauf hin jedenfalls weiter helfen und das Ergebnis war das gleiche.

Doch es gibt wesentlich einfachere und vor allem kostengünstigere Varianten einen Screenshot zu erstellen. Die einfachste dürfte wohl der Weg über die Druck-Taste sein. Diese befindet sich auf jeder normalen deutschen Tastatur oben rechts (dritte von rechts, direkt neben der F12).

Hierüber wird der komplette aktuelle Bildschirminhalt als Screenshot in der Zwischenablage abgelegt. Mit der Tastenkombination Strg+V kann dieses Bildschirmfoto dann in eine E-Mail, ein Textverarbeitungs-Dokument oder zur weiteren Bearbeitung in ein Bildbearbeitungsprogramm kopiert werden.

Doch gerade letzteres geht mit einem entsprechenden Zusatzprogramm wesentlich einfacher und effektiver. Es gibt da draußen dutzende Programme für Screenshots. Manche von ihnen kosten ein paar Euro, andere wiederum sind (teilweise nur für den Privatgebrauch) frei verfügbar.

Ich habe nachfolgend 3 freie Screenshot-Programme für Sie ausgewählt.

Dabei gibt es einige Dinge, welche so ziemlich alle diese Helfer gemeinsam haben. Die Bilder können bei den meisten dieser Programme in den Formaten BMP, PNG, JPG und GIF gespeichert werden.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie einen Screenshot (Bildschirmfoto) erstellen. Entweder den gesamten Bildschirm, das aktive Fenster, ein Fensterobjekt (kann ein Popup innerhalb eines Programmes sein) oder einen selbst definierten Bereich.

Für Inhalte, welche nicht auf einen ganzen Bildschirm passen, kann ein sogenannter Bildlauf abfotografiert werden. So wird beispielsweise bei einer Internetseite automatisch nach unten gescrollt und der komplette Inhalt als ein Bild aufgezeichnet.

Als ersteren möchte ich Ihnen Screenpresso vorstellen, welches zwar in der kostenfreien Variante etwas eingeschränkt ist, aber für einfache Aufgaben dennoch seinen Dienst tut. Dieses Tool kann ohne Installation ausgeführt werden und ist somit auch von einem USB-Stick lauffähig.

 

 

Der integrierte Bildeditor von Screenpresso

Der integrierte Bildeditor von Screenpresso

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenpresso beinhaltet einen integrierten Bildeditor. Hiermit können Sie verschiedene Effekte hinzufügen wie Schlagschatten, abgerundete Ecken usw. Die Funktion für den Bildlauf nennt sich hier Panorama aufnehmen. Außerdem kann die Größe für mehrere Bilder gleichzeitig verändert werden. Dies ist vor Allem nützlich für die Erstellung von Thumbnails (Vorschaubildern).

Wer viel auf sozialen Plattformen unterwegs ist und dort gerne seine Urlaubsfotos ins Netz stellt, ist mit Screenpresso auch bestens bedient. Es bietet Schnittstellen zu den gängigsten Plattformen wie Twitter, E-Mail, Gmail, Flickr, Evernote, Facebook, YouTube und auch den Upload per FTP.

Zwar bietet Screenpresso die Möglichkeit auch Videos aufzunehmen. Allerdings bin ich persönlich der Meinung, dass man hierfür Programme verwenden sollte, welche genau darauf spezialisiert sind!

Wer eher für Mimimalistik ist, dem empfehle ich den Bildschirmfoto-Knipser Shotty. Wie alle hier vorgestellten Programme klinkt sich Shotty in der Taskleiste ein. Mit einem Klick auf das Fotosymbol bekommt man eine Auswahl. Ganzer Bildschirm, frei wählbarer Bereich oder ein einzelnes Fenster (wahlweise auch hochauflösend). Eine Bildlauf-Funktion fehlt hier offenbar komplett.

 

 

Die Taskleiste von Shotty

Die Taskleiste von Shotty

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der integrierte Bildeditor bietet zwar nur wenige Möglichkeiten wie Textmarker oder ein Rechteck zu zeichnen. Dafür ist diese Software allerdings recht einfach zu bedienen. Für normalen Gebrauch dürfte der Funktionsumfang allerdings völlig ausreichen. Außerdem dürfte die Möglichkeit ein Wasserzeichen in ein Bild einzufügen, für manche Anwender ganz nützlich sein.

Shotty lässt sich übrigens ebenfalls als portable Anwendung auf einen USB-Stick installieren und ist komplett Freeware. Screenshots können obendrein auf den hauseigenen Bilderdienst hochgeladen werden. Oder eben auch zu ImageShack oder UploadScreenshot.com

Der letzte im Bunde nennt sich PicPick und ist meiner Meinung nach auch der leistungsstärkste der hier vorgestellen Screenshot Tools. PicPick ist für den privaten Gebrauch als Freeware verfügbar. Außerdem bietet es die Möglichkeit die Bildschirmfotos gleich auf Twitter, Facebook hochzuladen oder per Mail zu verschicken.

 

 

Bildbearbeitung von PickPick

Bildbearbeitung von PickPick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PicPick bringt ein sehr umfangreiches Bildbearbeitungsprogramm mit zahlreichen Effekten mit. Über entsprechende Buttons werden die Screenshots gleich zur weiteren Verarbeitung an Word, Excel oder Powerpoint geschickt.

Was mir persönlich auch ganz gut gefallen hat, ist das sogenannte Whiteboard. Hierüber können Sie mit der Maus eine Präsentation abhalten oder etwas auf dem Bildschirm zeichnen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen nun etwas näher bringen, wie Sie am Besten einen Screenshot erstellen bzw. ein Bildschirmfoto erstellen. Übrigens können alle drei dieser hier vorgestellten Programme nur sehr eingeschränkt ein Foto von sich selbst aufnehmen. Deswegen habe ich auf Ashampoo Snap 4 zurück gegriffen, welches ich vor einiger Zeit zu einem reduzierten Preis erworben habe.

Mich würde jetzt mal brennend interessieren, welches Tool Sie bisher verwendet haben. Oder sind Sie gar Linux- oder Mac-User? Was gibt es hier für Alternativen?

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Thomas Joachim Richter

Hallo, ich blogge hier über Computer, Internet und in nächster Zeit auch über Android. Internet ist mein zweites Zuhause. Bin ich einmal nicht online, findet man mich draußen bei ausgedehnten Wanderungen und Radtouren. Ansonsten auch auf Facebook, Google+ und XING.

Kommentare (18)

  1. Pingback: Peter Norbert Semrau

  2. Hallo Thomas!
    Ja, das Thema Screenshots begleitet mich nun auch schon eine ganze Weile, solange ich unterrichte… Schulungsmaterialien und Lernzettel müssen sein bei mir.
    Zu Anfang habe ich mit HyperSnap gearbeitet, das mir ein Kollege gezeigt hat. Damit arbeite ich auch heute noch gerne und es funktioniert sogar auf Win7. Allerdings hat es keine Beschriftungsfunktionen. Zwischenzeitlich habe ich mit FaststoneCaputure gearbeitet, mit dem man Screenshots gut beschriften und auch Funktionen herausstellen kann. Leider funktioniert die kostenlose Version unter Windows 7 nicht mehr so gut.
    Neuerdings habe ich mir deshalb PicPick installiert, das ich auf den ersten Blick von den Funktionen her auch ganz gut finde, habe es aber noch nicht genügend ausgetestet. In meinem Posterous-Blog habe ich es auch schon mal kurz vorgestellt.
    Das Ashampoo hatte mir ein Freund geschenkt, aber es nervte mich, weil ich sich beim Arbeiten ständig in den Vordergrund drängt. Bei einem Umstieg auf Win 7 auf meinem Laptop ist es leider auch verloren gegangen. Also teste ich jetzt mal PicPick weiter…

    Liebe Grüße
    Anntheres

    • Hallo Anntheres,

      danke für Deinen Kommentar. Muss wohl ne ältere Version von Snap 4 gewesen sein. Die aktuelle platziert sich nämlich ganz dezent quasi versteckt unter den Bildschirmrändern und kommt nur hervor, wenn man mit der Maus den Rand erreicht.

      Liebe Grüße
      Thomas

  3. Hallo Thomas,

    danke für die Tipps. Shotty werde ich mir wohl mal näher ansehen. Um auf fremden Rechnern nichts installieren zu müssen, kann ich im Moment nämlich nur mit portablen Windows-Programmen arbeiten.

    Unter Linux war ich beim ersten Druck auf dir “Druck”-Taste gleichermaßen erstaunt und erfreut, dass sich ein Dialog öffnete, mit dem ich den Screenshot wahlweise speichern oder in die Zwischenablage kopieren kann. Mit einer Bildbearbeitung beschneide ich dann Bereiche oder markiere Stellen, wenn mal nötig. Der Leidensdruck ist also nicht hoch genug, um mir eine extra Anwendung zu suchen.

    Für Screenshots von Internetseiten kann ich pixlr.com sehr empfehlen. Das ist eine Online-Bildbearbeitung, für die auch ein Firefox-Plugin verfügbar ist. Damit kann man schnell einzelne Bilder, ganze Seiten oder bestimmte Bereiche direkt speichern oder vorher online bearbeiten.

    Bis denn,
    Sven

    • Hallo Sven,

      danke für den Tipp mit Pixlr. Muss ich mir unbedingt mal näher ansehen.

      Gruß
      Thomas

  4. Pingback: compu stuff

    • Auch Kurzkommentare sind hier gerne willkommen ;-)

      Fireshot kenne ich eigentlich nur als Firefox AddOn und eignet sich für Screenshots von Webseiten hervorragend.

      Allerdings für Bildschirmfotos von anderen Programmen wohl eher ungeeignet. Oder gibt es da eine extra Version?

  5. Hallo Thomas,

    sehr interessant, was du da beschrieben hast. Ich kann nur sagen, dass ich mich ganz auf Ashampoo Snap eingeschossen habe. Ich arbeite zwar mit der Testlizenz 3.20, aber das tut nichts zur Sache. Dieses Tool ist einfach zu bedienen und bietet eine Menge an Weiterbearbeitungsmöglichkeiten. Ich kann da Programm nur wärmstens empfehlen.

    Rolf

  6. Pingback: BurkhardHeidenberger

  7. Hallo Thomas,

    super Artikel. Vielen Dank! Hab wieder mal genau das gefunden was ich brauche :-) Nämlich ein Tool mit dem ich eine ganze Seite (Z.B. eine Verkaufsseite) aufnehmen kann.

    PicPick ist genau das Richtige für diesen Zweck.

    Find ich echt klasse das du immer so tolle Sachen hier vorstellst. Mach bitte weiter so!

    Viele Grüße
    Klaus

  8. Pingback: Elisabeth Reinecke

  9. ggf. sollte man noch erwähnen, dass man mit + ein Bildschirmfoto von dem momentan ausgewählten Fenster machen kann …

    Mfg
    Voku

    • Hmm, als wie das mit + funktionieren soll, weiß ich nicht (Mac ?). Unter Windows funktioniert das jedenfalls mit Alt+Druck ;-)

  10. Lustige Geschichte mit den Polaroid Fotos. Auf meinem Mac kann ich Bildschirmfotos ganz einfach mit einem Tastenkürzel (Command+Shift+3 für alle Interessierten) knipsen. Das geht auch ziemlich schnell.

  11. Hallo Thomas,
    Ich bin Mac user und benutze ScreenCaptureGUI 2 for Mac. Das Programm ist kostenlos, zuverlaessig und einfach zu bedienen. Vielen Dank auch an Cubico fuer den Tipp mit dem Shortcut.
    Hier noch ein kurzer Hinweis: Das Commentluv plugin scheint nicht zu funktionieren. Ich bekomme folgenden Hinweis:”It appears that you are offline or another error occured contacting the API url, have you set it to use www or missed the www off the api url?? check the technical settings and add or remove www from the api url.” Vielen Dank

    • Hallo Ashley,

      Super! So ist wenigstens auch für MAC User was dabei ;-)

      Danke für den Hinweis mit CommentLUV. Muss wohl dem WordPress-Update zum Opfer gefallen sein. Hab es vorerst mal raus genommen.

Kommentare sind geschlossen.