Die Registry defragmentieren

In einem meiner letzten Beiträge habe ich Ihnen ein Tool vorgestellt, mit dem Sie Ihre Festplatte defragmentieren können. Doch nicht nur die Festplatte selbst wird im Laufe der Zeit fragmentiert. Nein, auch das Herz eines Windows-Betriebssystems ist hiervon betroffen. Die Rede ist von der sogenannten Registry.

Diese Windows-Registrierungsdatenbank beinhaltet sämtliche Informationen über das Betriebssystem und die verwendeten Programme. Hier werden beispielsweise die Einstellungen bei bestimmten Optionen Ihrer Software zentral abgelegt. Obwohl meist systemunabhängige Programme Ihre Konfiguration nach wie vor in einer INI-Datei oder als XML im Benutzerprofil beziehungsweise im Programmverzeichnis speichern. Diese Information nur so am Rande.

Interessant ist es auf jeden Fall zu wissen, dass diese Registrierungsdatenbank locker über 100 MB (Megabyte) einnimmt und diese während der Laufzeit immer im Arbeitsspeicher verfügbar ist. Dies hat den Vorteil, dass die darin enthaltenen Informationen schnell im Zugriff sind. Während beispielsweise eine INI-Datei erst von der langsameren Festplatte gelesen werden müsste.

Wie auch auf der Festplatte werden in der Registry ständig neue Informationen geschrieben und auch wieder gelöscht. Dies führt dazu, dass ungenutzter Zwischenraum entsteht. Die Registry wird also im Lauf der Zeit fragmentiert, was wiederum sich an der Geschwindigkeit bemerkbar macht.

Was liegt also näher, als die Registry von Zeit zu Zeit zu defragmentieren. Mit der Festplatte geht das ja auch ;-)

Ein Tool, welches relativ einfach in der Handhabung ist, nennt sich Free Registry Defrag. In nur drei Schritten werden Sie durch das Freeware Programm geführt:

  1. Analysieren der Registry
  2. Vorschau der Analyseergebnisse
  3. Defragmentieren und Optimieren mit anschließenden Betriebssystem Neustart

Die Analyse hat bei meinem Rechner um die zehn Minuten gedauert. In dieser Zeit sollte man keine anderen Tätigkeiten vornehmen, weil der Rechner schon mal kurz einfrieren kann. Das Tool “sagte” mir, dass die Registry momentan 125 MB 1 Speicher belegt. Nach der Defragmentierung würde es nur 116 MB verbrauchen. Ich hätte mir also rund 9 MB gespart.


Registry Defrag mit dem Ergebnis der Analyse

Registry Defrag mit dem Ergebnis der Analyse


Nach einem Klick auf “Compact/Defrag Registry” dauert es wieder ein paar Minuten. Abschließend fordert das Programm zum Neustart des Rechners auf, was mit einem Klick auf “OK” automatisch erfolgt. Die Registry ist danach defragmentiert und belegt somit weniger Speicher.

Sie bekommen Free Registry Defrag hier…

Falls Sie noch Windows XP verwenden, lohnt sich auch direkt mal die Suche nach PageDefrag von Sysinternals (mittlerweile in der Hand von Microsoft). Dieses Tool kann zusätzlich noch die Auslagerungsdateien defragmentieren. Nur leider scheint es nicht mehr weiter entwickelt zu werden.

  1. 1 MB = 1024 KB
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Thomas Joachim Richter

Hallo, ich blogge hier über Computer, Internet und in nächster Zeit auch über Android. Internet ist mein zweites Zuhause. Bin ich einmal nicht online, findet man mich draußen bei ausgedehnten Wanderungen und Radtouren. Ansonsten auch auf Facebook, Google+ und XING.

Kommentare (9)

  1. Hallo Thomas,

    daran hatte ich offen gestanden nie gedacht, obgleich ich meine Festplatten einmal wöchentlich mit Defraggler defragmentiere. Wie sieht es den eigentlich mit einer RISIKOLOSEN Säuberung des Registry aus, die man ja mit einer der zahlreichen Registry Cleaner ausführen kann. Kennst Du hierzu ein Tool, was gefahrlos verwendet werden kann?

    Einige Male hatte ich EasyCleaner (unter XP) verwendet, aber ich bin über das Ergebnis offen gestanden nicht so ganz im karen.

    Vielleicht weiß Du ja was.

    Viele Grüße

    Amadeus

    • Hallo Amadeus,

      diese Registry Cleaner empfehle ich nur sehr ungern. Wenn überhaupt, dann kommt für mich nur CCleaner in Frage. Eine Software des selben Herstellers von Defraggler namens Piriform.

      Doch auch CCleaner sollte sehr mit Bedacht angewendet werden. Eine vorherige Sicherung der Registry ist absolute Pflicht und man sollte sich schon genauer ansehen, was das Programm da beheben will. Wenn man sich unsicher ist, lieber die Finger davon lassen. Ein Eingriff in die Registry ist immer eine Art Operation am offenen Herzen.

      Viele Grüße
      Thomas

  2. Hallo Thomas,

    so was dachte ich mir schon und deshalb ja auch meine Frage an einen Profi. Dann lasse ich lieber die Finger davon und begnüge mich dem Defragmentieren der Registry, wie Du es beschrieben hast.

    Lieben Dank und Grüße

    Amadeus

  3. Pingback: Paule

  4. Was waren denn jetzt genau diese 9 Megabyte, die eingespart wurden? Eigentlich ist es ja kein Defragmentieren sondern ein bereinigen oder?

    War der Rechner nach dem Registry-Defragmentieren denn “gefühlt schneller”? Bei mir ist immer das Problem, dass jeder Windowsrechner mit dem Alter langsamer und langsamer wird. Insbesondere was die Startzeit betrifft.

    • Diese 9 Megabyte waren sagen wir mal so etwas wie Löcher die entstehen, wenn Daten gelöscht werden. Der Speicherplatz bleibt dabei dennoch reserviert. Dies ist bei allen Datenbanken der Fall, so auch bei der Registry. Mit dem Defragmentieren wird dies bereinigt und die Daten wieder hintereinander weg geschrieben. Lohnt sich auf jeden Fall ;-)

      Das Problem mit der Startzeit sind meist die zahlreichen Programme, die sich im Autostart einnisten. Viele davon meist unnötig. Man sollte schon abwägen, ob man den Schnellstarter der Office-Suite unbedingt ständig im Arbeitsspeicher braucht.

Kommentare sind geschlossen.