3 Quellen für freie Software und was Freeware überhaupt bedeutet

Quellen für freie Software bzw. Freeware gibt es ja im Internet sozusagen an jeder Ecke. In einem etwas älteren Beitrag hatte ich ja bereits aufgeführt, welche Freeware-Programme ich verwende. Doch was genau ist Freeware und wo muss ich suchen, wenn ich eine bestimmte Softwarelösung benötige?

Dieser Beitrag soll diese Fragen beantworten. Am Ende verrate ich Ihnen ein echtes Highlight als Quelle für freie Software.

Was ist nun also genau Freeware bzw. was bedeutet freie Software? Bei genauerer Betrachtung der Begrifflichkeiten fällt auf, dass “frei” nicht immer gleich frei ist. Viele Begriffe kommen aus dem englischen, wo ein Wort durchaus mehrere Bedeutungen haben kann. Das englische Wort “free” lässt sich sowohl in “frei”,  “kostenfrei” als auch in “kostenlos” übersetzen.

Wenn ich also von “freier Software” spreche und über “Freeware” rede ist beides nicht dasselbe!

Sehen Sie nun auch ein großes Fragezeichen auf dem Bildschirm? Kein Problem! Das lässt sich ganz einfach klären…

Freie Software heißt noch lange nicht, dass diese kostenlos zu bekommen ist. Dennoch hat derjenige, der diese Software besitzt oder erworben hat, gewisse Freiheiten. Hierzu gehört beispielsweise, dass er die Software zu jeden Zweck ausführen kann. Beispielsweise privat wie auch kommerziell oder eben auf mehreren Rechnern gleichzeitig.

Eine weitere Freiheit stellt es dem Nutzer frei, die Software an seine Bedürfnisse anzupassen, weiter zu entwickeln und diese dann zu verbreiten. Hierzu muss er allerdings Zugriff auf den Quellcode der Software haben. Man spricht hier auch von “Open Source”. Je nach Lizenz ist es hier notwendig den weiter entwickelten Quellcode ebenfalls offen zu legen.

Eine der bekanntesten Software-Lizenzen ist sicherlich die GNU General Public License (kurz GPL) der Free Software Foundation. Diese wurde als eine Stiftung für freie Software 1985 von Richard Stallman gegründet. Kurz angerissen regelt die GPL die o.g. Freiheiten der Nutzer, schützt aber gleichzeitg den Autor der Software. Jeder, der auch nur Teile der Software für seine eigenen Projekte verwendet, muss seinen Quelltext ebenfalls offenlegen.

Verstanden? Okay, was “freie Software” bedeutet wissen Sie  jetzt. Doch was bedeutet dann “Freeware”?

Kurz gesagt: Frei wie in Freibier. Ein Freeware-Programm kostet sie also nicht die Bohne. Keinen einzigen Cent. Software für lau. Allerdings bedeutet dies im Umkehrschluss nicht gleichzeitig, dass Sie damit machen können was Sie wollen. Soll heißen, Freeware ist nicht gleich freie Software.

Es steht dem Autor eines Programmes frei zu sagen: “Jeder kann mein Programm kostenlos verwenden so wie es ist. Egal ob privat oder kommerziell. Jedoch übernehme ich für jegliche Schäden keine Haftung. Das Programm darf, so wie es ist, kostenlos weiter gegeben werden. Veränderungen sind jedoch ausdrücklich untersagt”.

Ich werde immer wieder gefragt, warum jemand seine Software überhaupt verschenkt?! Gegenfrage: Warum stellt sich jemand Samstag Nachmittag zwei Stunden kostenlos auf den Tennisplatz, während zur gleichen Zeit ein anderer in Wimbleton über 10.000 Euro damit verdient?

Die Motivation ist schlichtweg eine andere. Zum Einen ist es vielleicht ein Hobby und der Autor versucht auf diese Weise ein wenig Anerkennung zu bekommen. Außerdem ist es auch ein Geben und Nehmen. Schließlich bekommt er ja auch die Software anderer Entwickler kostenlos ;-)

Zusammenfassend kann man also sagen, dass “freie Software” einem gewisse Freiheiten gibt und “Freeware” schlicht und einfach kostenlos ist. Wobei eines das andere mit einschließen kann aber nicht muss.

Abschließend möchte ich Ihnen nun wie versprochen 3 Quellen für freie Software und/oder Freeware vorstellen:

Freeware.de ist ein riesiges Softwareverzeichnis, welches mittlerweile auch einen Großteil an kostenpflichtiger Software bereit stellt. Das Verzeichnis ist fein säuberlich in Kategorien unterteilt. Registrierte Benutzer haben die Möglichkeit einen sogenannten Download-Korb zu benutzen. Die gewünschten Downloads werden somit einfach während des Surfens zusammen geklickt und am Ende in einem Rutsch runter geladen. Täglich erhalten Sie eine andere Vollversion des Tages für 24 Stunden kostenlos zum Download.

Freeware-Archiv.de ist wohl eines der ältesten deutschsprachigen Softwareverzeichnisse. Auch hier wird mittlerweile Shareware mit angeboten, wobei man diese über eine Sortierfunktion ganz einfach herausfiltern kann.

SourceForge.net ist für mich das absolute Highlight als Quelle für freie Software. Die meisten der dort angebotenen Programme stehen unter der GPL oder einer ähnlichen Lizenz. Es ist eine Plattform für Entwickler und Anwender gleichermaßen. Entwickler haben in dieser Quelltextschmiede die Möglichkeit, ihr(e) Projekt(e) einschließlich Quellcode zu verwalten und zu versionieren. Anwender finden dort tonnenweise kostenlose Software für alle möglichen Zwecke. Meist findet man dort sogar Software für die es keine kostenpflichtige Alternative gibt ;-)

Wie sieht es bei Ihnen aus? Verwenden Sie lieber kostenlose oder eher kostenpflichtige Software? Oder spielt das für Sie keine Rolle?
Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen :-)

Viele Grüße

Thomas Joachim Richter

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Thomas Joachim Richter

Hallo, ich blogge hier über Computer, Internet und in nächster Zeit auch über Android. Internet ist mein zweites Zuhause. Bin ich einmal nicht online, findet man mich draußen bei ausgedehnten Wanderungen und Radtouren. Ansonsten auch auf Facebook, Google+ und XING.

Kommentare (5)

  1. Pingback: Reinhard Eikelboom

  2. Pingback: esgratis

  3. Wirklich interessanter Beitrag. Ich habe mit vorher eigendlcih noch nie so richtig Gedanken zu der “wahren Bedeutung” von Freeware gemacht

  4. hm…eigendlich mal interessant zu erfahren wo es sonst noch so freeware gibt … ich hatte immer nur chip und sonst keine anderen anbieter. Jetzt bin ich klüger.

    LG

  5. Hallo Thomas! Ich finde Deinen Aufsatz recht interessant, wenn auch schon etwas älter. Vor ein paar Jahren hätte ich mich noch über Deine drei Quellen gefreut. Heute finde eigentlich nur noch “sourceforge” von Deinen Tipps als empfehlenswert, inzwischen gibt es auch von MS und Google ähnliche Seiten.

    Ich möchte Dich einladen, Dich einmal mit dem von mir entwickelten Zugang zu freeware zu beschäftigen: Das Projekt “Luffi” müsste Dich eigentlich voll begeistern … und wer weiß? … vielleicht nennst Du ja mal in einem Deiner nächsten Blogs Luffi als gute Quelle für echte Freeware?

    Liebe Grüße aus Wien, Ralf.

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