Nie mehr Passwörter vergessen

Wie Sie sich in Zukunft nur noch ein Passwort merken müssen!

Gerade wenn man viel im Internet unterwegs ist und verschiedene Dienste nutzt, kommt man nicht umher sich viele Passwörter zu merken. Egal ob E-Mail-Accounts, Foren, Social-Media-Portale wie beispielsweise Facebook, XING, MySpace oder auch Twitter. Überall ist eine Registrierung mit einem persönlichen Benutzernamen und Passwort notwendig.

Zwar verfolgt man mit dem dezentralen Authentifizierungssystem OpenID schon länger das Ziel mit einer Anmeldung Zugang zu allen seinen Diensten zu bekommen. Doch die wenigsten Seiten unterstützen dieses Verfahren.

Sicherlich könnten Sie es sich nun leicht machen und auf allen Seiten den selben Benutzernamen und das selbe Passwort verwenden. Ich persönlich rate jedenfalls von dieser Vorgehensweise ab.

Es gibt eine wesentlich einfachere Möglichkeit, sich nur noch einen Benutzernamen und ein Passwort merken zu müssen. LastPass zu deutsch “letztes Passwort” bietet einen Passwort Manager an, welcher Ihre Zugangsdaten über das Internet verwaltet und Ihnen obendrein dabei hilft Formulare auszufüllen oder ein sicheres Passwort zu erstellen.

Dabei ist es völlig unerheblich, ob Sie mit Windows, Linux oder sogar mit dem Mac arbeiten. LastPass ist unabhängig von der verwendeten Plattform und bringt sogar Unterstützung für die gängigen SmartPhones mit. Im Idealfall klinkt sich LastPass in den Browser ein. Dies funktioniert mit Mozilla Firefox, Internet Explorer, Safari und dank der Plugin-Unterstützung seit der Version 4.0 auch mit Google Chrome. Sollte Ihnen das immer noch nicht genügen gibt es für Sie eine Pocket-Version. Hiermit haben Sie Ihre Passwörter immer auf einem USB-Stick in der Hosentasche.

Der Passwortmanager kümmert sich auch um die Synchronisierung zwischen mehreren Rechnern und kann obendrein noch Profile verwalten. Sie können also auf Arbeit ein anderes Profil verwenden, als privat.

Nun werden Sie sich fragen, wie das funktioniert. Nach der Installation von LastPass müssen Sie zunächst eine gültige E-Mail-Adresse und ein Passwort, nämlich Ihr letztes zu merkendes, angeben.  Damit werden dann zukünftig alle Daten verschlüsselt. Kommen Sie nun auf eine Seite für welche Sie bereits Zugangsdaten besitzen und diese eingeben, werden Sie gefragt ob diese Daten gespeichert werden sollen. In der Regel werden Sie dem wohl zustimmen.

Besuchen Sie nun das nächste Mal diese Seite, werden Sie von LastPass automatisch angemeldet. Im Normalfall benötigen Sie hierfür weder einen Tastendruck noch einen Mausklick. Diese Arbeit wird Ihnen von dem Plugin abgenommen.

Wenn Sie auf eine Seite kommen, auf der ein ausfüllbares Formular erkannt wird, werden Sie ebenfalls gefragt ob dies automatisch befüllt werden soll. Wenn Sie dem Passwortmanager einmal Ihre Adressdaten gegeben haben, wird auch dies für Sie erledigt. Auf Wunsch wird zudem noch ein sicheres Passwort erzeugt und eingegeben.

Die Frage ist nun, wo liegen meine Daten und wie sicher ist das? Die Daten liegen zentral auf einen Server in den USA. Allerdings verschlüsselt mit einer 256-Bit-Verschlüsselung nach einem Verfahren, welches von der US-Regierung für Top Secret Daten verwendet wird. Dies wäre grob gesagt wie ein Zahlenschloß mit 256 Stellrädchen. Nur mit dem Unterschied, dass auch noch Buchstaben und Sonderzeichen verwendet werden.

Die Daten werden immer nur auf Ihrem lokalen PC mit Ihrem “letzten Passwort” ver- und entschlüsselt. Das heißt über das Netz gehen keine Daten im Klartext. Zudem wird obendrein noch eine gesicherte Verbindung über SSL verwendet.

Ihre Passwörter können Sie mit dem Passwortmanager in Kategorien verwalten. Für die meist besuchten Seiten gibt es auch noch eine Favoriten-Liste. Doch nicht nur Zugangsdaten können gespeichert werden. Auch verschlüsselte Notizen sind möglich und über eine Import-Funktion können Daten von anderen Passwortverwaltungen übernommen werden. LastPass beherrscht hier über zwanzig verschiedene Formate.

Wem dies alles immer noch nicht genügt, der sollte unbedingt mal einen Blick auf die Features und die Bildschirmfotos der freien Version werfen.

Sind Sie nun bereit, sich Ihr letzten Passwort merken zu müssen?
Na dann los!
Hier geht’s zur Seite und zum Download…

 

Verwenden Sie bereits einen anderen Passwortmanager?
Wie sind Ihre Erlebnisse und Ihre Meinung zum Thema Passwortverwaltung?

Schreiben Sie mir einfach einen Kommentar unter dem Beitrag!!

 

Noch einen schönen Sonntag

Ihr

Thomas Richter

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paßwort vergessen, passwörter vergessen
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Thomas Joachim Richter

Hallo, ich blogge hier über Computer, Internet und in nächster Zeit auch über Android. Internet ist mein zweites Zuhause. Bin ich einmal nicht online, findet man mich draußen bei ausgedehnten Wanderungen und Radtouren. Ansonsten auch auf Facebook, Google+ und XING.

Kommentare (26)

  1. Hallo Thomas,

    toll, einfach klasse diese Information. Ich denke, das ich diese Möglichkeit ausprobieren werde, ich habe zwar eine Passwortmanager, aber mal schauen, was das für einer ist.

    Liebe Grüße

    Bernhard Babbe

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  5. Ich bin vor Kurzem erst auf LastPass gestoßen und habe es mir direkt mal installiert. Synchronisierende Dienste finde ich klasse, hat schon mit meinen Favoriten per Xmarks sehr gut funktioniert. Allerdings verwende ich noch weiterhin meinen lokalen Passwort-Manager (KeePass). Denn sehr sensible Daten (Root-Zugänge zu Webservern, Kreditkarten-Daten, etc.) lasse ich nur ungerne übers Netz auf irgendwelche US-Server speichern. Auch wenn die Daten verschlüsselt sind. Vielleicht werde ich noch mehr Vertrauen zu diesem Dienst aufbauen können, ich werde weiter fleißig testen.

    • Meine Kreditkarten-Daten speichere ich auch nicht in LastPass. KeePass ist hier auch meine Offline-Alternative und synchronisiert sich über meinen eigenen Server. Xmarks hilft mir dabei meine verschiedenen Firefox-Profile und Rechner zu synchronisieren.

      So verwende ich also Xmarks für den Lesezeichen-Sync und LastPass eben für die Passwörter.

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  13. Olá e bom dia,

    ich habe bisher keinen Passwort-Manager im Einsatz, weil ich mir sage, dass wenn jemand den Zugangscode knackt, hat er gleich all meine 297 Passwörter auf einmal in der Hand. Dem könnten man damit entgegenwirken, dass ich mir ein Masterpasswort zurechtlege, das etwa so aussehen könnte: amejlfd:684phrgkd#fg*ghj. Okay, ich kenne einen jungen Mann, dessen Zugang zum Computer besteht tatsächlich aus 36 Zeichen und die tippt der in zweieinhalb Sekunden auch ein. Wäre mir zu lang, und ich bräuchte wahrscheinlich eine Minute.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, liegt der Fall hier etwas anders, weil die ganzen Daten gar nicht auf meinem Rechner liegen, sondern ausgelagert sind. Stimmt’s? Wäre schon mal nicht schlecht. Aber wie steht es mit dem Masterpasswort, aus wie vielen Zeichen sollte es mindestens bestehen?

    Danke für eine Antwort, aber danke vor allem schon einmal für diesen wirklich guten Hinweis!

    Jan

    • Hallo Jan,

      Sie haben das völlig richtig erkannt. Die Daten liegen auf einen zertifizierten Server in den USA. Allerdings nur die verschlüsselten Daten. Diese werden dann mit Ihrem persönlichen Passwort auf den heimischen Computer entschlüsselt.

      Das Passwort sollte aus mindestens acht Zeichen bestehen und kein “Wort” in diesem Sinne sein. Vielmehr eine Folge “wirrer” Zahlen und Buchstaben. Wobei bei den Buchstaben wiederum zwischen Groß- und Kleinschreibung (case-sensitiv) unterschieden wird.

      LastPass bringt selbst einen Passwortgenerator mit, welcher über die Tastenkobination Alt+G erreichbar ist. Sofern Ihr Computer in einem abgeschlossenen Büro steht, können Sie LastPass auch dazu veranlassen, sich das Passwort zu merken. Bei Note- und Netbooks würde ich davon allerdings eher abraten.

      Viele Grüße
      Thomas

  14. Hallo lieber Thomas,

    herzlichen Dank noch mal für die weiterführende Informarmation, vor allem auch für den Hinweis, dass wenn man alleine an einem Computer arbeitet nicht unbedingt jedes Mal ein Passwort einzugeben braucht. Ich habe mir das Programm jetzt heruntergeladen.

    Beste Grüße nach Deutschland
    Jan

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  19. Hallo Thomas,

    DANKEschön für Deinen Bericht über den Passwortmanager LastPass.

    Ich benutze schon einige Jahre den Passwortmanager SplashID, den ich lokal auf meinem Notebook und meinem Pocked PC installiert habe. Es gibt da die verschiedensten Versionen, die die unterschiedlichen Plattformen unterstützen.

    Alle Daten werden mit AES und 256-bit Blowfish encryption verschlüsselt und vom Desktop PC mit den mobilen Geräten syncronisiert.

    Für mich ist SplashID die ideale Lösung.

    Herzliche Grüße
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      danke für Deinen Kommentar. Ich muss gestehen, dass ich SplashID bis dato noch nicht kannte. Da ich seit einigen Tagen nun auch ein Smartphone besitze mit wahlweisen Windows Mobile oder Android sicherlich eine interessante Alternative.

      Offenbar werden bei SplashID auch keine Daten auf einem fremden Server gespeichert. Und die paar Dollar ist es sicherlich wert.

      Viele Grüße
      Thomas

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  22. Ich benutze schon einige Jahre den Passwortmanager SplashID, den ich lokal auf meinem Notebook und meinem Pocked PC installiert habe. Es gibt da die verschiedensten Versionen, die die unterschiedlichen Plattformen unterstützen.

    Alle Daten werden mit AES und 256-bit Blowfish encryption verschlüsselt und vom Desktop PC mit den mobilen Geräten syncronisiert.

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